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LUNGEN - SZINTIGRAPHIE

Bei der Lungenszintigraphie wird die regionale Belüftung (Lungen-Ventilations-Szintigraphie) bzw. Durchblutung (Lungen-Perfusions-Szintigraphie) der Lunge mit Hilfe spezifischer Radiopharmaka dargestellt.

Für die Lungen-Ventilations-Szintigraphie verwendet man i.d.R. über ein Schlauchsystem inhalierte Tc-99m-markierte Aerosole, wobei sich die beste Bildqualität mit Trockenaerosolen (Technegas®) erreichen lässt, die im Vergleich zu den weitverbreiteten Feuchtaerosolen den Vorteil einer deutlich geringen Partikelgröße aufweisen (mittlerer aerodynamischer Durchmesser (AMD) < 0,01 μm).

Zur Darstellung der pulmonalen Durchblutungsverhältnisse bei der Lungen-Perfusions-Szintigraphie kommt i.v. injiziertes Tc-99m-markiertes makroaggregiertes Albumin (MAA) zum Einsatz, das zu einer hämodynamisch nicht wirksamen Mikroembolisation jeder 5000. - 10000. Kapillare der Lungenstrombahn führt. Hierbei ist die Anzahl der injizierten Partikel zu beachten und bei Patienten mit pulmonaler Hypertonie, bekanntem Rechts-Links-Shunt sowie bei Kindern und Jugendlichen entsprechend zu begrenzen.

Da bei der Ventilationsuntersuchung deutlich geringere Radioaktivitätsmengen in der Lunge deponiert werden als bei der Perfusionsuntersuchung, muss bei der (zweckmäßigen) kombinierten Ventilations-/Perfusionsszintigraphie an nur einem Untersuchungstag stets mit der Ventilationsuntersuchung begonnen werden.

Die Aufnahmen mit der Gammakamera erfolgen primär in planarer Technik aus standardisierten Projektionswinkeln (6 - 8). Zusätzliche Informationen - insbesondere über pathologische Befunde auf Subsegmentebene - können Zusatzaufnahmen in tomographischer Technik (Single-Photon-Emission-Computer-Tomography = SPECT) liefern.

Wie bei allen nuklearmedizinischen Untersuchungstechniken wird auch bei der Lungenszintigraphie die Strahlenexposition ausschließlich durch die applizierte Aktivitätsmenge und die Verstoffwechselung des Radiopharmakons definiert; sie ist somit vollständig unabhängig von der Anzahl der angefertigten Aufnahmen und der Untersuchungsdauer.



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Indikationen

  • Ausschluss bzw. Nachweis einer Lungenarterienembolie
  • Abschätzung der voraussichtlichen postoperativen Lungenfunktion vor Lungenteilresektion (funktionelle Operabilität)
  • Nachweis und Quantifizierung eines Rechts-Links-Shunts
  • Diagnose und Differenzierung angeborener bronchialer oder vaskulärer Anomalien der Lunge

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Vorbereitung

Nüchternheit ist nicht erforderlich

Angaben zur Klinik und Informationen über bereits vorliegende Untersuchungsbefunde sowie über ggf. erfolgte Therapiemaßnahmen erleichtern die Befundinterpretation.

Ggf. muss auf einen ausreichenden zeitlichen Abstand zu diagnostischen und/oder therapeutischen Maßnahmen mit längerlebigen Radiopharmaka geachtet werden.

Bei Patientinnen ist vor Untersuchungsbeginn das Vorliegen einer Schwangerschaft auszuschließen. Bei Minderjährigen ist die Einwilligung eines Sorgeberechtigten erforderlich.



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