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NIEREN - SZINTIGRAPHIE

Patienteninformation



Sehr geehrte Patientin, sehr geehrter Patient,

bei Ihnen soll eine nuklearmedizinische Funktionsuntersuchung der Nieren (eine sogenannte "Nieren- Szintigraphie") durchgeführt werden. Mit dieser Untersuchung erhält man Informationen über die Gesamtfunktion beider Nieren, den Anteil der einzelnen Niere an dieser Gesamtfunktion sowie darüber, ob der Harnabfluss aus den Nieren normal oder verzögert erfolgt.

Hierzu verwendet man eine schwach radioaktive Substanz mit dem Namen "Tc-99m-MAG3", die üblicherweise in eine Armvene injiziert wird. Es handelt sich dabei nicht um ein Kontrastmittel, sondern um eine nierengängige Substanz, die bei normaler Nierenfunktion in der Regel zu 99 % innerhalb von 3 Stunden ausgeschieden wird. Nebenwirkungen oder Allergien durch Tc-99m-MAG3 sind außerordentlich selten.

Da die Bestimmung der Nierenfunktion mit Tc-99m-MAG3 durch einige Medikamente (z.B. blutdrucksenkende Präparate oder auch Antibiotika) und durch Röntgenkontrastmittel beeinflusst wird, informieren Sie uns bitte über die Medikamente, die Sie einnehmen und über kürzlich vorausgegangene Röntgenuntersuchungen mit Kontrastmitteln. Außerdem ist vor Untersuchungsbeginn eine ausreichende Flüssigkeitsaufnahme (z.B. 1 Flasche Wasser) erforderlich. Die Untersuchung selbst ist nicht schmerzhaft.

Nach der Injektion fertigt man mit einer Spezial-Kamera Aufnahmen der Nieren über eine Zeit von zunächst 30 Minuten an. Während dieser Zeit liegen Sie auf einer besonderen Patientenliege, Sie kommen also nicht in eine "Röhre".

Bei einem verzögerten oder nicht ausreichenden Harnabfluss erhalten Sie zusätzlich noch ein harntreibendes Mittel (Lasix®) gespritzt. So kann festgestellt werden, ob ein Harnabfluss-Hindernis (z.B. Stein) vorliegt.

Je nach Erkrankung kann es erforderlich sein, zusätzliche Bilder z.B. in stehender oder sitzender Position oder nach Entleerung der Harnblase aufzunehmen. Zur Bestimmung der Gesamtfunktion der Nieren ist noch die Abnahme von 2 Blutproben etwa 20 Minuten und 30 Minuten nach Untersuchungsbeginn nötig.

Wie jede Untersuchung mit radioaktiven Stoffen oder Röntgenstrahlen ist auch die Nieren-Szintigraphie mit einer gewissen Strahlenbelastung verbunden. Diese gibt man an als "Effektive Dosis" mit der Einheit "Milli-Sievert" (mSv). Bei der Nieren-Szintigraphie mit Tc-99m-MAG3 beträgt sie weniger als 1 mSv, unabhängig von der Anzahl der angefertigten Aufnahmen und der Untersuchungsdauer. Zum Vergleich: Die sogenannte "natürliche" Strahlenbelastung liegt je nach Aufenthaltsort bei 1 - 5 mSv pro Jahr.

Sie können die Strahlenbelastung reduzieren, indem Sie auch nach der Untersuchung auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten und oft die Harnblase entleeren.


Bitte helfen Sie uns, indem Sie mitgebrachte Vorbefunde an der Anmeldung abgeben.



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Beispiel für ein Nieren-Funktions-Szintigramm